IBPM 2025 Lauf 1 - Brno

 

 

Die ersten Rennen der IBPM 2026 in Brünn sind Geschichte – und das Wochenende hatte alles zu bieten: Höchstleistungen, intensive Zweikämpfe und einen heftigen Rückschlag.

Bereits am Freitag verliefen die Freien Trainings sowie das erste Qualifying nach Plan. Uns war von Anfang an bewusst, dass Brünn aufgrund der langen Geraden zu den Strecken gehört, auf denen uns im Vergleich zu den BMWs die fehlende Motorleistung besonders stark benachteiligt. Trotzdem konnten wir genau analysieren, wo uns Performance fehlt.

Auch das Warm-up am Samstag verlief vielversprechend. Wir fanden noch einige Details, die mir mehr Vertrauen und Komfort auf dem Motorrad gaben – und sich direkt auf die Rundenzeiten auswirkten. Im zweiten Qualifying war ich voll im Rhythmus: Runde für Runde wurde ich schneller und belohnte mich schließlich mit der Pole Position in einer Zeit von 2:03,3 Minuten.

Rennen 1

Schon vor dem Start war klar, dass der Reifenverschleiß eine entscheidende Rolle spielen würde. Deshalb versuchte ich in den ersten Runden an der Spitze, meine Reifen zu schonen. Als ich jedoch überholt wurde, war diese Strategie hinfällig. Leider bekam ich anschließend nie die Gelegenheit, André anzugreifen und um den Sieg zu kämpfen. Am Ende sicherten wir uns Platz zwei. Wir haben alles gegeben und das bestmögliche Ergebnis herausgeholt.

Trotzdem überwog zunächst die Frustration. Ich hatte das Gefühl, alles perfekt umgesetzt zu haben und besser gefahren zu sein als jemals zuvor – und trotzdem reichte es nicht, um den entscheidenden Unterschied zu machen.

Rennen 2

Der Start gelang erneut gut und ich konnte die Führung behaupten. Von der ersten Kurve an fuhr ich am Limit und machte sofort Druck. Doch zu Beginn der dritten Runde passierte es: Beim Herausbeschleunigen aus Kurve 1 erlitt ich einen heftigen Highsider. Das Motorrad wurde durch die Luft geschleudert und überschlug sich im Kiesbett.

Ehrlich gesagt hätte dieser Sturz das vorzeitige Ende meiner Saison bedeuten können. Umso dankbarer bin ich, von der Schutzausrüstung von Nolan, ag10moto und Rainers bestens geschützt worden zu sein. Glücklicherweise habe ich keine schwerwiegenden Verletzungen davongetragen. Auch das Motorrad befindet sich trotz des heftigen Einschlags noch in einem akzeptablen Zustand.

Besonders bitter ist, dass ich zum ersten Mal seit vier Jahren ein gestartetes Rennen nicht beenden konnte. Außerdem war es mein erster Highsider seit drei Jahren – und das, obwohl das Motorrad mit Traktionskontrolle ausgestattet ist.

Ein großes Dankeschön geht an das gesamte Fahrerlager und die Streckenposten vor Ort, die sich direkt um mich und mein Motorrad gekümmert haben. Ebenso danke ich allen, die sich erkundigt haben, ob es mir gut geht.

Jetzt heißt es nach vorne schauen: Das Motorrad wird repariert, der Körper erholt sich – und der Fokus liegt bereits voll auf der nächsten Runde auf dem Nürburgring vom 22. bis 24. Mai.