IBPM 2025 Lauf 5 - Most

Die letzten Rennen der IBPM 2025 in tschechischen Most der SSP600 standen an.
Nachdem ich bereits in Oschersleben die Meisterschaft gewonnen hatte, gab es für Most eigentlich nur ein Ziel. Ich wollte mit der 600er endlich eine 1.37er Zeit fahren und die Rennen gewinnen.
Zudem hatten wir wirklich kurzfristig eine Yamaha R1 für die Klasse SBK neu vorbereitet - in erster Linie um zu schauen ob die SBK Klasse etwas für mich ist.

Das Wetter spielte am Freitag nicht so richtig mit, aber mit der R6 hatten wir keine großen offenen Frage, Setup war keine große Frage, ein paar Kleinigkeiten an der Gabel haben wir noch angepasst.
 
Mit der SBK R1 wusste ich nicht so richtig was ich machen soll. Fahre ich auch am Wochenende oder nur am Montag zum Testen. Letztlich entschied ich mich zusammen mit Björn Houben mit der R1 für das 2h GEC Rennen zu nennen um es einfach als freies Training ohne Druck zu nutzen um einfach überhaupt mal auf der R1 gefahren zu sein.

Zurück zur SSP 600. Das Qualifying lief ganz gut, ich konnte recht flott 38er Zeiten fahren, aber es reichte leider nicht ganz zur Pole. Vielleicht hätten wir doch auch einen neuen Reifen nehmen sollen. 
Tim Holtz wollte, genau wie ich, unbedingt die letzten Rennen für sich entscheiden und legte eine niedrige 38er Zeit im Qualifying für die Poleposition hin.
Nach dem Qualifying der SSP entschied ich mich doch auch das Quali für die SBK zu fahren und konnte dort mit 6/10 sek. Vorsprung die Pole holen - wow.
Ich entschied mich auf jeden Fall das SSP600 Rennen zu fahren, und je nachdem wie ich mich fühle, danach das sofort anschließenden SBK Rennen auch zu starten.
Samstag,  Start des ersten SSP600 Rennen:
Endlich ein guter Start. Nachdem ich die ganze Saison mit schlechten Starts gehardert habe, haben wir in Most eine bessere Einstellung der Kupplung gefunden, die gut funktionierte. Leider wurde das Rennen nach knapp 2 Runden in Führung liegend wegen eines Sturzes abgebrochen und nicht gewertet
Durch die Zeitverzögerung wurden alle SSP und SBK Rennen auf den Sonntag verlegt - das hätte bedeutet statt 2 Rennen am Tag (1x SSP600+1x SBK1000) hätte ich am Sonntag 4 Rennen fahren müssen. 
Ein nahezu unmöglich zu schaffende Herausforderung.
Sonntag vormittags also Restart des ersten SSP600 Rennen. Wieder gelang mir ein ganz guter Start. Tim und ich setzen uns recht zügig vom Feld ab. Meine Strategie war einfach Tim zu folgen und sehen ob und wann gegen Ende ein Manöver möglich sein würde. Aber Tim machte bereits in Runde 2 einen kleinen Fehler und ich musste überholen. Danach habe ich das Rennen bis zur letzten Runde angeführt - nun folgte offensichtlich Tim meiner Strategie. In der ersten Kurve machte ich einen Fehler und Tim zog vorbei. Zudem begannen ausgerechnet jetzt die Überrundungen. Dabei hatte ich ein wenig Pech und verlor 6/10.
In der letzten Kurve versuchte Tim die Linie so eng wie möglich zu halten um mir ein Überholen unmöglich zu machen, überfuhr aber dabei das Motorrad und kam zu Sturz. Ich hatte bereits in Runde 2 meine 1.37er Zeit erreicht, schnellste Rennrunde und Sieg.
An dieser Stelle gute Besserung an Tim und ein Danke für die wirklich tollen herausfordernden Kämpfe dieses Jahr mit Ihm. Nur durch solch einen tollen schnellen Gegner konnte ich selber so schnell werden.
Da Tim für Rennen 2 ausfiel, entschied ich mich die beiden 1000er Rennen zumindest zu probieren.
Was soll ich sagen: Ich konnte meine beiden ersten SBK1000 Rennen beide gewinnen. 

Wir haben immer noch viel zu ändern und zu lernen an der R1 bis ich mich annähernd so wohl fühle wie auf der R6, Besonders an der Front müssen wir noch einiges arbeiten. 
Aber für das erste Mal war das wirklich großartig.

An dieser Stelle
Gratulation an Stefan Anderson für seinen Sieg und den Vizetitle in der SSP 600 und Gratulation an Willi Wagner für den Titel in der SBK1000.